>Schweres Unwetter in der Innenstadt hält die Feuerwehr in Atem

Schweres Unwetter in der Innenstadt hält die Feuerwehr in Atem

  • Schweres Unwetter in der Innenstadt hält die Feuerwehr in Atem

Ein schweres Unwetter mit Starkregen und massivem Hagel führte am vergangenen Samstag zu einer Vielzahl an Einsätzen. Straßen verwandelten sich in reißende Bäche, Bäume brachen unter der Last des Sturms. Die Feuerwehr Meinerzhagen war mit zwei Zügen und rund 60 Einsatzkräften mehrere Stunden im Einsatz.

Um Punkt 15:30 Uhr erreicht am vergangenen Samstag das angekündigte Unwetter die Meinerzhagener Innenstadt. Hagelkörner in der Größe von 2-Euro-Münzen gingen auf die Stadt nieder und führten zu zahlreichen Schäden an Autos und Gebäuden. Weiterhin riss der Hagel aber auch eine große Menge an Laub mit von den Bäumen, was für den anschließenden Starkregen weitreichende Folgen haben sollte: Durch das Blattwerk und den Hagel verstopft konnten die Kanaleinläufe in den Straßen die Wassermassen nicht mehr abführen – gleich mehrere Straßen im Stadtgebiet verwandelten sich in reißende Sturzbäche. An den Straßenrändern wiederum lag eine teils zentimeterhohe Hagelschicht. Ein bizarres Bild, welches an Winter und Schnee erinnerte – im Juli wohlgemerkt.

Alarmiert wurde infolge des Unwetters zu Erst der Löschzug Meinerzhagen, da um kurz nach halb vier ein Verbrauchermarkt am Bücking von den Wassermassen zu überfluten drohte. Durch das umsichtige Handeln des Personals konnte ein Eindringen des Wassers bis zum Eintreffen der Feuerwehr weitestgehend verhindert werden – die Kameraden des LZ I räumten anschließend mit Schneeschaufeln das Laub/Hagel-Gemisch und pumpten mit mehreren Feuerwehrpumpen das teilweise bis zu einem Meter hoch stehende Wasser ab. Zwei an dieser Einsatzstelle entbehrliche Fahrzeuge machten sich auf den Weg in die Birkeshöh – dort war es an gleich mehreren Stellen zu Überflutungen der Straße gekommen. Teilweise stand das Wasser dort mehr als 30 cm hoch.

Kurz darauf drohte einem weiteren Supermarkt an der Volmestraße das gleiche Schicksal. Auch hier wurde durch umsichtiges Handeln des Personals ein Wasserschaden im Gebäude bis zum Eintreffen der Löschgruppe Willertshagen vermieden. Die Wehrmänner öffneten und säuberten die verstopften Kanaleinläufe auf der Parkfläche des Marktes und der darüber liegenden Straße – zeitgleich wurden auch hier drei Pumpen in Stellung gebracht und mehrere hundert Liter Wasser pro Minute in die Volme gefördert.

Ein weiterer Alarm rief die Kameraden der Löschgruppe Lengelscheid auf den Plan: im Bereich Güntenbecke hatte der Sturm vier große Fichten auf die Bahntrasse der RB 25 geworfen. Die Bäume wurden mittels Kettensäge entfernt und die Strecke wieder befahrbar gemacht. Hierzu musste eigens der Zugverkehr aus Meinerzhagen von und nach Köln eingestellt werden.

Zu guter Letzt musste noch eine abgebrochene Baumkrone aus einer Birke im Kreuzungsbereich “Hauptstraße / Birkeshöhabstieg” entfernt werden, da sie auf die Straße zu fallen drohte. Mittels Drehleiter erreichte die Feuerwehr die Einsatzstelle und konnte die Gefahr ebenfalls durch den Einsatz einer Kettensäge bannen. Die Straße wurde hierzu kurzzeitig voll gesperrt.

Die Feuerwehr Meinerzhagen bedankt sich an dieser Stelle bei den Mitarbeitern der oben genannten Verbrauchermärkte. Zum einen für die kostenfreie Gestellung von Erfrischungsgetränken während des Einsatzes – vor allem aber für das umsichtiges Handeln. Durch die getroffenen Erstmaßnahmen wurden die Unwetterschäden deutlich minimiert und die Arbeit der Feuerwehr merklich vereinfacht.